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JfL 27

TITEL: Jahrbuch für fränkische Landesforschung Bd. 27 (1967). XVI u. 428 S. mit 12 Abb., 2 Taf. mit 6 Abb., Broschur
HERAUSGEBER: Zentralinstitut für fränkische Landeskunde und allgemeine Regionalforschung an der Universität Erlangen-Nürnberg
ISBN: 3-7686-9037-7



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Z U M   I N H A L T 

Walter P. Fuchs würdigt in seiner Gedenkrede Wesen und Wirken des 1966 verstorbenen Erlanger Historikers Anton Ernstberger, dessen Interesse nach seiner Übersiedlung nach Erlangen vielfach auch historischen Problemen Frankens galt. Den Wandel kulturgeschichtlicher Würdigung und kunsthistorischen Geschmacks zeigt Alfred Wendehorst in seinen Nachweisen zum Urteil des 19. Jhdts. über Frankens Barockkultur auf, während Gerd Zimmermann in seiner Behandlung der "Cyriacus-Schlacht" bei Kitzingen (1266) auf den Wandel historischer Auffassungen und Forschungsergebnisse hinweisen kann. Gerhard Köbler untersucht an Hand von Vorlesungsverzeichnissen der Juristischen Fakultät in Erlangen für das 18. und 19. Jahrhundert den Wandel der fachlichen Struktur des juristischen Unterrichts an der Universität, und Florian Heller zeigt aufgrund der "versteinerten Menschenwirbel" von Altdorf Irrwege und Wege paläontologischer Forschung auf.
Dem Gebiet der Genealogie gehört Johannes Kists Nachfahrentafel des Grafen Berthold I. von Andechs († 1151) an, die Nachfahren für 10 Generationen, in der zehnten Generation 916 Sippenangehörige, nachweist. Literaturgeschichtlich wichtig ist die Veröffentlichung eines oberfränkischen Schuldramas durch Joachim Kröll. Es handelt sich um "Des lieben Jesulein ABC-Büchlein" des Creussener Pfarrers Johann Gramp. In die Kirchengeschichte führt eine nachgelassene Studie Anton Ernstbergers: sie behandelt das Ringen der Konfessionen in der Reichsstadt Dinkelsbühl während des 30jährigen Krieges.
Die musikgeschichtliche Forschung wird durch zwei Arbeiten gefördert: Franz Krautwurst schlüsselt bibliographisch die von ihm untersuchten Heilsbronner Chorbücher auf, und in einer Gemeinschaftsarbeit haben Theodor Wohnhaas und Hermann Fischer eine Inventarisation der erhaltenen Orgelpositive in Franken unternommen. Für den Volkskundler von Interesse ist die Abhandlung von Eberhard Wagner über das Pfennigspiel in Franken, jenes Kinderspiel, bei dem Pfennige gegen eine Mauer geworfen werden.



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