BEARBEITER: Bauer, Hanns/Roth, Alfred TITEL: Die Matrikel des Gymnasiums Windsheim 1678-1887; (GFG R. IV, Bd. 9); 1987. 304 S., Broschur GF4118-X / ISBN: 3-7686-4118-X
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Mit diesem neunten Band der "Matrikeln fränkischer Schulen und Stände" wird die umfassendste und ausführlichste Quelle zur Windsheimer Schulgeschichte, die zweibändige "Schulchronik des Gymnasiums Windsheim", in einer nach sorgfältig durchdachten Grundsätzen überarbeiteten Edition zugänglich gemacht. Die Schulchronik, die 1678 von Rektor Model als "Annales Scholae Vindsheimensis" begonnen, 1790 von Rektor Nehr fortgeführt wurde, enthält neben ausführlichen Schülerjahreslisten, die von 1678 bis 1815, von 1819 bis 1830 und von 1831 bis 1887 reichen, drei Schulordnungen des Windsheimer Magistrats aus den Jahren 1595, 1667 und 1691, einen Aufsatz mit pädagogischen Grundsatzüberlegungen des Rektors Model von 1688 sowie einen von Rektor Nehr verfaßten Abriß der Geschichte des Windsheimer Gymnasiums. Diese Quellen bilden den Textteil der in insgesamt drei Teile gegliederten Edition. Ihnen folgen als Hauptteil die eigentlichen Matrikellisten, die nicht als Abschrift des Originals, sondern als systematisch und chronologisch gegliederte Namenlisten und Statistiken geboten werden. Für die Zeit des Reichsstädtischen Gymnasiums (1678-1815) werden Listen der Scholarchen, Rektoren, Konrektoren, Kantoren, Präzeptoren, Alumnen und Auswärtigen, jeweils chronologisch geordnet, aufgeführt, ferner eine statistische Auswertung der Schülerjahreslisten. Für die Zeit der königlich-bayerischen "Studienschule", später "Lateinschule" (1815 bis 1887), liegen eine Liste der Auswärtigen sowie ebenfalls statistisch ausgewertete Schülerjahreslisten vor. Alle in den Listen erwähnten Schüler und Amtspersonen werden im dritten Teil der Edition, dem Namenverzeichnis, noch einmal alphabetisch aufgeführt. Rund 3500 Schüler und Amtspersonen aus der Geschichte des Windsheimer Gymnasiums sind auf diese Weise systematisch dokumentiert. Der Edition vorangestellt ist eine kurze Entwicklungsgeschichte des Windsheimer Gymnasiums. Insgesamt bietet der Band aufschlußreiche und unmittelbare Einblicke in die Kulturgeschichte des oberen Aischgrundes, aber auch in die neuzeitliche Schul- und Bildungsgeschichte überhaupt.
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